Hallihallo Freunde der Sonne oder sollte ich lieber sagen: „Grüß Gott, Euer Gnaden!“
Mein drittes und letztes Praktikum führte mich nämlich in die königliche Ecke Bayerns und zwar auf die Herreninsel im schönen Chiemsee. Dort befindet sich ein Schloss, das der ein oder andere von euch bestimmt schon einmal besucht hat: Schloss Herrenchiemsee, erbaut von dem berühmt berüchtigten König Ludwig II.
Fünf Wochen lang durfte ich also in die Bayerische Vergangenheit eintauchen und sogar selbst Geschichte schreiben – naja, nicht ganz! Aber immerhin durfte ich Menschen aus aller Welt die Geschichte des Schlosses näherbringen.
Doch wie sah mein Alltag zwischen königlichen Gemächern, Touristen und jeder Menge Geschichte eigentlich aus?
Mein Tag startete schon mit etwas ganz Besonderem, denn wer kann schließlich von sich behaupten, jeden Tag mit dem Dampfer zur Arbeit zu fahren? Allein die Überfahrt war schon ein kleines Highlight! Auf der Insel angekommen, erwartete mich ein sehr herzliches Team, das mich von Anfang an miteinbezog und mir das Gefühl gab ein Teil davon zu sein.
Rumsitzen war also -zum Glück- keine Option. Am frühen Morgen, wenn noch keine Besucher im Schloss unterwegs waren, half ich dabei, alles für den Tag vorzubereiten. Treppen kehren, Parkett wischen und Staub entfernen standen unter anderem auf meiner To-do-Liste. Zugegeben klingt das erst einmal nicht besonders königlich. Dadurch hatte ich aber die Möglichkeit, Ecken des Schlosses zu entdecken, die den normalen Besuchern verborgen bleiben.
Und glaubt mir: Es ist schon etwas Besonderes, ein Schloss einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen!
Dass ich nicht nur hinter den Kulissen mitanpacken durfte zeigte sich ziemlich schnell. Bereits am dritten Tag übernahm ich meine erste Führung durch das Schloss. Und wer hätte es gedacht, es hat mir sehr viel Spaß gemacht!
Wenn besonders viel los war, wurde ich außerdem als Aufsicht eingesetzt. Dabei galt es, darauf zu achten, dass sich keine kleinen Rabauken durch die königlichen Gemächer bewegten.
Ihr seht also, der Arbeitsalltag war alles andere als langweilig und bot jede Menge Abwechslung.
Am schönsten dabei waren für mich die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, denn auf Schloss Herrenchiemsee ist die ganze Welt zu Gast. Ich durfte Besucher aus verschiedenen Ländern kennenlernen, ihre Fragen beantworten und ihnen ein Stück Bayerische Geschichte näherbringen. Einige dieser Begegnungen werden mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Wehmütig habe ich das Schloss nach fünf Wochen wieder verlassen. Hinter mir liegt eine unglaublich schöne und lehrreiche Zeit, aus der ich jede Menge mitnehmen konnte. Dabei hatte ich anfangs ganz schön Muffensausen. Schaffe ich das überhaupt? Was ist, wenn ich mich bei einer Führung verhasple? Und was, wenn ich vor so einer großen Gruppe plötzlich den Faden verliere? Doch mit jedem Tag wuchs mein Selbstvertrauen.
Dieses Praktikum gab mir die Möglichkeit, über meinen eigenen Tellerrand hinauszuschauen, meine Komfortzone zu verlassen und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich durfte tolle Menschen kennenlernen, viele wertvolle Erfahrungen sammeln und wahrscheinlich das Wichtigste: über mich hinauswachsen.
Was lernen wir daraus?
„Niemand weiß was er kann, wenn er es nicht versucht.“ von Publilius Syrus
Also traut euch, glaubt an euch selbst und wagt ruhig einmal den Schritt in das Unbekannte!
Und damit heißt es für mich tatsächlich ein letztes Mal: Auf Wiedersehen!
Mein Praktikum auf Schloss Herrenchiemsee war ein wunderschöner Abschluss, aus dem ich viele Erinnerungen und neue Erkenntnisse mitnehme.
Machtˋs guad und eine schöne Zeit!
Eure Hannah 🌸


